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FAG Andruckpresse Standard 510

Die vorliegende „Aufstellungs- und Bedienungsanleitung der FAG-Pressen Typ 510“ wurde uns von der Druckerei Die Lettertypen in Berlin zur Verfügung gestellt, die zwei FAG Andruckpressen im Einsatz hat (Stand Februar 2019): eine TP510 sowie eine AP510, beide aus den 1950er Jahren.

FAG Andruckpresse Standard 510

Die vorliegende „Aufstellungs- und Bedienungsanleitung der FAG-Pressen Typ 510“ wurde uns von der Druckerei Die Lettertypen in Berlin zur Verfügung gestellt, die zwei FAG Andruckpressen im Einsatz hat (Stand Februar 2019): eine TP510 sowie eine AP510, beide aus den 1950er Jahren. Sie können wahlweise mechanisch und elektrisch betrieben werden.

Technische Daten:

  • max. Papierformat: 36 x 52 cm
  • max. Druckformat: 35 x 50 cm
  • 2 Farbauftragswalzen
  • Handanlage mit Seitenmarke

Aufstellungs- und Bedienungsanleitung der FAG-Pressen Typ 510

Seite: 1 Transkript, Titel Original

FAG 510 Handbuch Titel
FAG 510 Handbuch Titel

Seite 2

Aufstellungs- und Bedienungsanleitung der Pressen TYP – 510

Seite: 3 Transkript

Beschriftungen:

Schalthebel des Farbwerks
Andruckbarren mit Greifern und Vordermarken
Wechselreiber (drei Stahlverreiber)
Auftragwalzen, sehr klimabeständig
Papierstafelfücher (sic!) und Werkzeugschublade
Antriebskurbel, darunter Druckabhebung
Pedal zur Greiferbetätigung
Bogenablage zum Ein- und Ausheben
Anlegetisch
Kasten für zusätzliche Farbwerke

Seite 4

Bild 1
Gesamtansicht der Cellodruckvorrichtung
Andruckrolle
Induktor
Anschlagtisch mit Formhalter

Bild 2

Die Zurichtung hinter der Form kann praktischerweise in der Maschine erfolgen. Weil am Anschlagtisch ein Formenhalter eingebaut ist, erübrigt sich das mühsame Ausheben und Transportieren der Form.

Bild 3
Die Transparentfolie wird zwischen Andruckrolle und Induktor gelegt. Die beim Zylindervorschub entstehende Reibung erzeugt statische Elektrizität, welche die Adhäsion der Folie auf dem Zylinder bewirkt.

Bild 4
Nach indirektem und direktem Bedrucken der Folie (was beliebig oft geschehen kann, infolge elektrostatischer Haftung auf dem bedruckten Gummituch) wird diese während der Rückführung geschickt abgezogen.

Seite: 5 Transkript

Hauptabmessungen

STANDARD 510   TP-510 AP-510 GP-510 LP-510
Druckfläche maximal mm 375 x 500 375 x 500 375 x 500 375 x 500
Papierformat mm 380 x 530 380 x 530 380 x 530 380 x 530
Aufzugsstärke mm 1 1 1,75 1,75
Fundamentgrösse mm 384 x 840 384 x 840 384 x 840 384 x 840
Greiferrand mm 8 8 8 8
Raumbedarf mm 900 x 2000 900 x 2000 900 x 2000 900 x 2000
Motorstärke mm 0,25 0,25 0,25 0,25
Kraftbedarf mm 0,2 0,2 0,20,2

Seite: 6 Transkript, 2 Original

1. Kontrolle beim Empfang der Prüfpresse
a) Beim Empfang der Maschine soll kontrolliert werden, ob keine Schäden während des Transportes entstanden sind. Im Falle einer Schadensfeststellung soll umgehend das Transport-Unternehmen herbeigezogen werden, zwecks Aufnahme des Schadensprotokolls. Gleichzeitig muss die die Transport-Versicherungs-Gesellschaft benachrichtigt und ihr das Schadensprotokoll unterbreitet werden.
b) die Zubehörteile sind am Rand der Inventurliste und des Lieferscheines zu kontrollieren.

2. Reinigung der Prüfpresse beim Empfang

Alle blanken Stellen sollen mit Benzin oder Petroleum gereinigt werden. Die Schutzmasse löst sich mit den genannten Reinigungsmitteln. Sollte sich diese nur schwer lösen, so dürfen dafür auf keinen Fall Stahlwerkzeuge gebraucht werden, sondern nur Putzlappen, -wolle oder Pinsel mit harten Borsten. Die Verwendung von Pinseln mit harten Borsten ist ebenfalls geeignet für die Reinigung der Zahnstangen und Zahnräder.

3. Aufstellung der Presse
a) Mittels einer Wasserwaage, die auf das Fundament gelegt wird, soll die Presse „ins Wasser gestellt“ werden. Zum Ausgleichen der Höhe werden Blech-Unterlagen verwendet.
b) Anschluss des Motors der Prüfpresse an das elektrische Netz. Diese Arbeit soll durch amtlich zugelassene Elektriker ausgeführt werden (In der Schweiz durch konzessionierte Elektriker.) Erstens wird die Spannung des Netzes kontrolliert. Die Schaltung des Motors wird an Hand des im Anschlusskasten befindlichen Schemas entsprechend der Netzspannung nachgeprüft.
c) Um grössere Sicherheit zu gewährleisten, sollen die elektrischen Daten auf dem Motorschild nachgeprüft werden.
d) Vor endgültigem Anschliessen soll die Drehrichtung noch kontrolliert werden. Diese ist mittels eines roten Pfeiles auf dem Motorgehäuse aufgezeichnet.
e) Die nachstehenden Schemen zeigen die Möglichkeiten bei verschiedenen Stromarten.


Seite: 12 Transkription, 8 Original

b) Reinigen der Einfärbe-Einrichtung für die Presse, die nicht mit einer Walzen-Waschvorrichtung ausgerüstet ist.
Durch Betätigung des Hebels für die Walzenabstellung wird die Einfärbe-Einrichtung gehoben.
Druckwerk bis zum Ende des Fundamentes verschieben, damit die Auftragwalzen sowie die Verreiberwalze ohne Mühe herausgenommen werden können. Diese werden auf einen Tisch gelegt, ohne zu vergessen, Holzklötze unter den Seitenhalter zu legen, damit die Walzen reibungslos drehen können. Die Walzen werden mit Waschmittel und Lappen gereinigt. Die Reinigung der Farbtrommel, die sich im Fundament befindet und durch den Motor angetrieben wird, geht sinngemäss in gleicher Weise vor sich. Die Drehung der Farbtrommel geschieht durch kurzes Ein- und Ausschalten des Motors.
c) Reinigung der Einfärbe-Einrichtung für die Presse, die mit einer Walzenwasch-Vorrichtung (LAR) ausgerüstet ist.
Zylinderwagen bis zum Ende des Fundamentes verschieben. Auftragwalzen sowie die Verreiberwalze herausnehmen.
Verreiber- und Auftragwalzen-Satz auf die Farbtrommel ablegen, gemäss Abbildung.
Leichtes Begiessen der Verreiberwalze mit dem Reinigungsmittel. Einschalten des Motors der Farbtrommel. Einschalten des Betätigungshebels der Walzen-Waschvorrichtung. Mittels Arretierungshebels bleibt die Gummirakel während der ganzen Reinigung eingeschaltet. Es ist vorteilhaft, den Druck der Gummirakel nicht zu übertreiben.
d) Das Reinigungsmittel wird langsam auf die ganze Länge gegossen, bis die Verreiberwalze keine Farbe mehr aufweist. Motor abstellen, Verreiberwalze und dann Auftragwalze abheben. Die letzten Farbspuren entfernt man mit einem mit Waschmittel getränkten Lappen. Mit sauberem Lappen


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trockenreiben. Motor wieder einschalten. Ausschalten des Betätigungshebels der Walzen-Waschvorrichtung. Farbtrommel mittels eines Lappens nachreinigen und trockenreiben. Motor ausschalten.
e) Das Farbwerk soll, wenn der Motor nicht eingeschaltet ist oder nach der Arbeit, in gehobener Stellung sein. Diese Massnahme verhindert, dass das Verreiberwalzengewicht den Auftragwalzenüberzug verformt.

8. Einfärbevorrichtung – Höheneinstellung
a) Der Druckzylinder steht am Anlegetisch. Der Betätigungshebel der Einfärbe-Vorrichtung soll in „gehobener Stellung“ sein. b) Mittels einer Spachtel wird, verteilt auf der ganzen Lange der Ver-reiberwalze, Farbe aufgestrichen.
c) Betätigungshebel der Einfärbe-Vorrichtung in „gesenkte Stellung“ drehen; Motor einschalten und die Einfärbe-Vorrichtung drehen lassen, bis die Farbe gleichmassig verteilt ist.
d) Den Hebel für die Druckvorrichtung auf „Druck“ stellen.
e) Drehen des Zylinders bis zur Mitte des Fundamentes.
f) Mittels Stellkalibers die Höhe der vorderen Auftragwalze kontrollieren. Die Höhe wird an den Enden und in der Mitte der Auftragwalze gemessen und wenn diese richtig ist, soll das Stellkaliber einen Farbstreifen von ca. 2 mm aufweisen. Die hintere Auftragwalzenhöhe wird auf gleiche Weise kontrolliert.
g) Wenn eine Einstellung der Auftragwalzen erforderlich ist, wird die Verreiberwalze herausgenommen. Auf jedem Halter befinden sich 3 Schrauben. Die äusseren Schrauben sind Einstellschrauben, während die mittlere Schraube zum Blockieren der Lager dient.
h) Um eine Einstellung vorzunehmen, mird zuerst die mittlere Schraube gelöst. Dreht man die äusseren Schrauben im Uhrzeigersinn, so, heben sich die Walzen, wahrend sie sich im umgekehrten Sinn senken lassen. Nach erfolgter Einstellung wird die mittlere Schraube wieder angezogen.
i) Die Verreiberwalze auf die Auftragwalzen ablegen. Höhenkontrolle wieder wie unter f vornehmen.

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